5. März 2015

Wertvolle Erkenntnisse, ein Dankeschön und Drehbücher

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, gestern fragte mich ein guter Freund wer denn eigentlich meine Drehbücher schreiben würde, weil allein schon meine letzten Tage wieder SO bekloppt sind, dass da höchstwahrscheinlich ein ganz ausgefuchstes Autorenteam hinter stecken muss. Joa, eine Antwort auf diese Frage habe ich nicht, aber ich vermute, dass da ZWEI Autorenteams am Werke sind. Das eine besteht aus ganz miesen Arschlöchern mit einem sehr schlechten Sinn für Humor und das andere Team hat ganz viel Wärme, Herz und Konfetti für mich in Petto. Und diese beiden Teams kloppen sich dann abwechselnd um die Drehbuch-Poleposition und ich versuche, nicht NOCH bekloppter zu werden als eh schon.

Worauf ich eigentlich hinaus will: Ich möchte mich bedanken! Auf meinen letzten Post hin habe ich so viele warme, aufmunternde und mitfühlende Reaktionen bekommen, dass ich gar nicht weiß was ich sagen soll. 


Ob auf Facebook oder auf meinem Blog, ob per Mail oder per Brief oder per Postkarte - bei allem, was grad doof ist, hat sich damit so viel Herzlichkeit in mein Kuddelmuddel katapultiert, dass ich vor lauter Dankbarkeit ständig ganz, ganz viel Pipi inne Augen hatte. Na gut, ich bin ja eh nah am Heulwasser gebaut, aber die lieben Zeilen, die mich in den letzten Tagen erreicht haben, waren wirklich etwas Besonderes für mich, womit ich in der Form nie und nimmer gerechnet hätte. Ganz im Gegenteil! Ich hatte sogar ein bisskn Schiss, dass ich für den recht persönlichen Post irgendwie von einigen Seiten die Hucke voll kriegen könnte...einfach weil man nie sicher sein kann, was im Internet so abgeht, wenn man mal Tacheles redet und etwas mehr von sich preisgibt. 

Die schönste Erfahrung, die ich in den letzten Tagen allerdings gemacht habe, ist die folgende: Es haben sich alle möglichen Leutchen bei mir gemeldet, zu denen ich eigentlich gar keinen Kontakt mehr habe. Manchmal zerstreitet man sich, manchmal verliert man sich aus den Augen, manchmal sagt man sich im Guten Lebewohl und manchmal ist es irgendwie auch eine Mischung aus allem. Bei all den lieben Worten, die mich in den letzten Tagen erreicht haben, haben mich besonders die geplättet, die eben von solchen "Eigentlich kein Kontakt mehr"-Leuten stammten. Und dieses Geplättetsein hat mir etwas ganz Wichtiges vor Augen geführt: Manchmal spielt der nichtvorhandene Kontakt überhaupt gar keine Rolle. Man kann trotzdem mitfühlen und an den Anderen denken, wenn etwas sehr Schönes oder etwas sehr Blödes passiert. Und vor allem kann man den Anderen das dann auch wissen lassen. Weil es einfach nett ist. Und ehrlich.


Und deshalb habe ich mich dann gestern auch bei einigen Leutchen gemeldet, von denen ich wußte, dass dieses und jenes in letzter Zeit passiert ist. Dinge, die ihnen im Guten oder Schlechten vielleicht nahe gegangen sind. Dinge, zu denen ich hätte gratulieren können sollen. Dinge, zu denen ich "Es tut mir super leid für Dich und ich sende Dir liebe Grüße!" hätte schreiben können. Weil es nett ist. Und ehrlich. Und weil es manchmal einfach unnötig bescheuert ist, nur in Schwarz-Weiß zu denken (und darin bin ich leider ausgesprochen fantastisch!). Man kann auch dann herzliche Gesten zeigen, wenn man eigentlich keinen Kontakt mehr hat. Natürlich gibt es auch da vielleicht Ausnahmen, aber im Grundsatz, denke ich, stimmt der Gedanke. Fast allen Menschen, die einem mal (mehr oder weniger) wichtig waren, wünscht man ja trotzdem alles Gute. Und das kann man zwischendurch trotz allem vielleicht auch einfach mal sagen. Danke an diejenigen, die mir das in den letzten Tagen bewusst gemacht haben. Ich glaube, das war eine verdammt wertvolle Erkenntnis. (Ende "Wertvolle Erkenntnisse Teil 1")

So. Eigentlich wollte ich Euch heute aber die sehr bekloppte Geschichte erzählen wie ich mir gestern den linken Zeigefinger ganz böse verstaucht Schrägstrich vielleicht gebrochen habe. 


Der Doktor sacht, dass wir erst mal das Wochenende abwarten und wenn der Finger bis Montag fast abgefallen sein sollte, könnte man ja immer noch röntgen. Nun denn...wie dem auch sei...ich musste im Stockdunklen jemanden erschrecken, indem ich ihm mit dem Zeigefinger plötzlich auf den Rücken tippe. (Fragt nicht!) Nur sieht man im Stockdunklen ja nicht wie weit dieser zu erschreckende Jemand noch von einem entfernt ist. Ich meinte gefühlt zu haben, dass er schon gaaaanz weit weg sei, wollte die Chance, ihn trotzdem noch zu erwischen, nicht verstreichen lassen, und habe mich mit ner gaaanz schlechten Becker-Rolle durch die Dunkelheit geworfen, um noch irgendwie an seinen Rücken dran zu kommen. (Jahaaa, ich weiß wie skurril das alles klingt!) Aber dieser Jemand stand direkt vor mir und so habe ich ihm dann mit meinem Zeigefinger fast die Wirbelsäule zerhackt. Die Wirbelsäule war aber tatsächlich stärker als mein Finger und deshalb hat mein Finger verloren und ist jetzt kaputt. Also falls Ihr sowas mal ausprobieren wollt...lasst es! (Ende "Wertvolle Erkenntnisse Teil 2")

Und sonst so?! Rumkugeln von Malzers Backstube sind die geilsten, manche Postkarten kommen einfach zu einem zurück, auch wenn man sie wegwirft (herzlicher Spezialgruß an Lena aus Bochum! Falls Du das liest: Ich hätte SOO gern Deine Mailadresse!) und morgen Abend eröffnet der Street Art Experte und wirklich nette Kerl Sebastian Hartmann in der Bochumer Sold Out Gallery seine Ausstellung...ich geh da hin und vielleicht ist das ja auch was für den Einen oder Anderen von Euch und wir gucken uns die Ausstellung zusammen an?!

Ich geh jetzt Wäsche waschen. Kann man ja auch mal machen.

Merke: Nicht immer in Schwarz-Weiß denken!

3. März 2015

Über den Kropf in meinem Bloghals. Oder: Wenn Hirn und Herz sich krümmen

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, das hier war mal ein Blog voller Lebensfreude. Trallafittilust, Spaß anne Freud und am Ruhrgebiet standen im Mittelpunkt. Und dann habe ich mich verliebt. Nein, in keine Zeche oder in irgendein schönes Herbstblatt, sondern in den Mann, der zwei Etagen unter mir wohnt. Man könnte ihn deshalb auch getrost "Nachbar" nennen. Wir haben uns ein Jahr lang aneinander die Zähne ausgebissen, haben uns den Alltag zur Hölle gemacht und wollten das, was nicht passt, unbedingt passend machen. Sowas ist dumm. Aber manchmal ist man halt dumm und ganz manchmal lässt man sich dabei sogar selbst vor die Hunde gehen. Lebensfreude und Trallafittilust gehen flöten, Spaß hat man nicht mehr anne Freud, sondern höchstens noch dann, wenn die Katastrophe grad mal eine Pause macht. Die Kreativität zieht gemeinsam mit der Unbeschwertheit in den Keller und irgendwann beginnt man jeden zweiten Blogpost mit "In letzter Zeit war alles kacke..." und findet das selber voll bescheuert.

Man sitzt dann mit seinem Online-Ich da, das irgendwie ja gar nicht nur das Online-Ich ist, und kann nicht mehr mithalten. Mit dem Lebensfreudeanspruch, der den eigenen Blog diktiert. Man will total authentisch sein, hat aber gar nix mehr zu sagen, was für die breite Masse geeignet wäre und keinem fürchterlich beknackten Seelenstriptease gleichkäme. Also sagt man irgendwann so ziemlich gar nix mehr und vermisst sich auf eine komische Art und Weise selbst. Man vermisst den Menschen und den Blogger, der man eigentlich ist, und fühlt sich mit jedem Post, den man mit zusammengebissenen Zähnen rausgequetscht hat, irgendwie schlecht.


Ich habe mir sehr gut überlegt, ob ich in diesem Kontext überhaupt etwas schreiben will. Ich habe mir sogar noch besser überlegt wie ich das tun kann, ohne dreckige Wäsche zu waschen und ohne zuuu persönlich zu werden. Im letzten Jahr habe ich unter dem Titel "Über den Mut zur Ehrlichkeit" mal einen Post veröffentlicht, in dem ich darüber nachgedacht habe, warum man als Blogger meist nur Schönwetter-Posts online stellt. Warum man aber eigentlich nie darüber schreibt wie kacke das Leben auch mal sein kann, wie weh es tun kann und wie man in Wahrheit mit Gedanken oder Gefühlen hadert und hadert und dass hinter den schönen Fotos von Sonnenuntergängen und toll gedeckten Tischen oft ein ganz anderer Alltag steckt. 

Unter diesem Post wurde damals verdammt viel kommentiert. Viele sprachen sich für mehr Alltagsehrlichkeit aus. Viele fanden den Gedanken toll, sagten aber, dass sie selbst sowas zwar gerne lesen und sowas sehr schätzen würden, aber sich selbst lieber in solcher Hinsicht bedeckt hielten, weil man sich eben lieber nicht zu angreifbar oder verletzlich im www präsentieren möchte. Wieder Andere waren der Meinung, dass sowas auf einem Blog nichts zu suchen hätte und dafür wurden dann unterschiedliche Gründe genannt.

Meine Jetzt-Nicht-Mehr-Beziehung der letzten 12 Monate hat meinen Blog und mich komplett verschluckt. Vielleicht sollte ich das anders formulieren, damit es nicht wie eine Schuldzuweisung klingt. Also: Ich habe zugelassen, dass meine Beziehung meinen Blog und mich verschluckt. Es hat mich schließlich niemand dazu gezwungen, es sei denn, man möchte die Sehnsucht nach "Das muss doch irgendwie alles gut ausgehen!" zur Zwangsmetapher hochstilisieren. 


Es ist nicht gut ausgegangen und ich sitze jetzt mit einem ganz schön großen Loch da, in dem sich Verletzung, Wut, Enttäuschung und die ersten leisen Erkenntnisse tummeln, dass nichts und niemand es wert ist, sich selbst zu verlieren. Weder die Sehnsucht, noch irgendein Mensch. Dass man selbst schuld ist, wenn man Menschen, die einem nicht gut tun, zu nah an sich heran lässt. Dass man kein Hündchen sein darf, das der Sehnsucht hinterher rennt. Es gibt ein Lied von der Band Jupiter Jones, in dem heisst es "Weil Hirn und Herz sich krümmen und dann so vor mir stehen, sie können's selbst kaum glauben, dass sie sich zur Zeit so selten seh'n". Ich zitiere diese Stelle, weil es keine Worte gibt, mit denen ich es besser sagen könnte und ich wünsche mir, dass Hirn und Herz bald wieder Hand in Hand laufen, damit ich wieder ich bin, meine Blogposts nicht mehr mit "In letzter Zeit war alles kacke" beginne und wieder mehr gute Momente, Menschen und Gefühle in mein Leben lassen kann.

Diesen Post schreibe ich, weil ich den Kropf loswerden will, der mir jetzt ein Jahr lang blogtechnisch im Hals saß. Und dafür muss man vielleicht einmal Tacheles reden und einfach die Wahrheit sagen. Ich möchte mir damit selbst einen Schubs in die richtige Richtung geben und gleichzeitig aber auch irgendwie erklären, warum mein Blog sich im letzten Jahr verändert hat, warum kaum noch Trallafitti angesagt war und warum die Posts immer weniger und weniger wurden. Zwar bin ich niemandem online irgendeine Art von Rechenschaft schuldig, aber es fühlt sich für mich einfach richtig an, einmal reinen Tisch zu machen, weil es mich oft traurig gemacht hat, dass Ihr Leser denken könntet "Joa, die hat auch mal besser gebloggt" oder "Hat se wohl keen Bock mehr". Tja. Bock und Lebensfreude haben sich bei mir halt in letzter Zeit auch ordentlich krümmen müssen, um sich überhaupt mal zu Gesicht zu bekommen. Und ich hoffe sehr, dass sich das bald wieder ändert.


Ich wollte Euch von meinem Ausflug nach Holland erzählen und Euch das schöne Strandvideo zeigen. Ich wollte mein Hamburgwochenende und meinen Aufenthalt in der Superbude verbloggen. Und auch ein Hamburgvideo war in the making. Ich wollte Euch Fotos von einer Runde Haldewitzka auf der Halde Hoheward zeigen und beweisen, dass man da ganz toll Drachen steigen lassen kann. Das alles fällt nun flach, weil ich all das nicht allein, sondern mit meinem Jetzt-Nicht-Mehr-Freund erlebt habe und den Teufel tun werde, irgendwelche ziemlich schmerzhaften Erinnerungen hier als locker-flockige Blogposts zu verkaufen. Also werde ich mich jetzt irgendwie bekrabbeln und dann ist heimatPOTTential hoffentlich bald wieder das, was es mal war: ein ehrlicher Platz für Lebensfreude.

Merke: Gefühle sind nur Besucher.
Man kann sie kommen und gehen lassen.

24. Februar 2015

Ein Herz für Affen, Zebras, Wale und Illhill! {Verlosung}

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, wir müssen mal über Krefeld reden. Krefeld ist ja n bisskn arm dran. Nicht Ruhr, nicht Rhein, nicht Fleisch, nicht Fisch, nicht Hü nicht Hott. Ja, ich weiß, Niederrhein und so, aber sind wir domma ehrlich: Krefeld krebst da in seiner Ecke ganz schön alleine rum. Und weil ich diese Einsamkeit schon vor Jaaaahren als solche diagnostiziert habe, habe ich ebenfalls schon vor Jaaaaahren beschlossen, dass die Blogowskis (Netzwerk für pottsche Bloggerinnen) Krefeld einfach adoptieren. Schließlich hat man als solider Pottkopp ja ein großes Herz.

Und wenn wir schomma beim Thema "Herz" sind: In mir wohnt ein groooßes Siebdruckherz! Also nicht dass wir uns falsch verstehen: ICH kann NICHT siebdrucken und ich denke auch nur so mittelgerne an den Siebdruck-Workshop zurück, den ich vor Jahren mal besucht und mich wie ein Vollhonk angestellt habe. Alle um mich herum haben die tollsten Sachen fabriziert und ich habe ein Kopfkissen nach dem anderen versaut. Von meinen Shirts mal ganz zu schweigen. Aber dieses Desaster ändert natürlich nichts daran, dass ich Siebdruck toll finde. Feinste Handarbeit eben. Und deshalb war von Anfang an klar: Wenn ich mir mal irgendetwas Selbstentworfenes würde drucken lassen, dann musset per Siebdruck sein.

Und an dieser Stelle kommen Holger und Marco von Illhill ins Spiel. Die beiden hocken nämlich in - ach was?! - Krefeld und stehen dort für ihr Street-Label Illhill am Sieb. Vor ihrem ursprünglichen Graffiti-Background ist aus einer kleinen Idee mittlerweile ein Label geworden, das namenhafte Künstler einkleidet und mit ganz viel Herzblut für individuelles und vor allem handgemachtes Design steht.

Seit bereits 11 Jahren betreiben Holger und Marco frei nach dem Motto "Quit slackin' and make shit happen" ihr Siebdruckkarussell und sind damit im Krefelder Pionierhaus - einer spannenden Coworking-Location im Samtweberviertel - anzutreffen. Jedenfalls habe ich mich aufgrund des Mottos besonders darüber gefreut, als mir Illhill im letzten Herbst die "Einfach machen"-Beutel für meinen ersten Blogpotential-Workshop gedruckt haben. Passt nämlich wie Arsch auf Eimer.


Und weil ich immer wieder gefragt werde, ob man mir so eine Tasche (hier an der Schulter von Franzi) abkaufen könnte und ich dann immer wieder sagen muss "Ööööh, nein, die Taschen habe ich damals nur für meine Workshop-Teilnehmer anfertigen lassen. Mehr gibbet davon gar nicht.", habe ich mir überlegt, dass ich das ruhig mal ändern könnte. Also nicht dass ich ab sofort im großen Stil Taschen verticken wollen würde, aber so ne kleine Verlosung...die geht doch immer, oder?!

Und weil Illhill ein cooler Verein mit töfftem Gedöns ist, mache ich direkt ne Herzblatt-Verlosung draus! Also wie immer: Ich stelle Euch drei Herzblätter zur Auswahl und Ihr dürft Euch für Ahh, Bäääh odda Tzäääh entscheiden. Darf ich vorstellen?! Die reizenden Kandidaten...


So. Bei Gefallen nennt Ihr mir Euer Herzblatt per Kommentar und dann wird es EINEN Gewinner geben. Also nix drei Gewinne, drei Gewinner, sondern drei Herzblätter und ein Gewinner. Wie im echten (ARD-)Leben. Außerdem müsst Ihr naturelement die freundlichen Teilnahmebedingungen beachten:
  • Volljährige können mitmachen, Minderjährige müssen ihre Eltern anstacheln.
  • In der Lostrommel landen all diejenigen, die einen Kommentar samt Mailadresse hinterlassen. Eine Verknüpfung zum eigenen Blog oder zu einem google+ Profil reicht an dieser Stelle NICHT aus!
  • Kommentare à la "Mir egal, ich finde alle Herzblätter schön" verprellen den Wahlzwang und werden aussortiert.
  • Facebook-Kommentare werden nicht berücksichtigt.
  • Die Verlosung endet am 03.03.2015 um 03:33 Uhr.
Das wäre somit geklärt. Was allerdings schon lange sehr, sehr ungeklärt ist, ist der Gewinner meiner *hust* Weihnachtsverlosung! Ganz viel Asche auf mein Haupt, ich weiß. Ich sollte es selbst mit dem Illhill Motto dringend etwas genauer nehmen und mit der Rumluscherei aufhören. Also, die Weihnachtsverlosung…erinnert Ihr Euch?! Es ging um ein Wohnzimmerkonzert mit Ben Hermanski und Domingo und das darf natürlich nicht einfach unter den Tisch fallen! Trommelwirbel und so...


Liebe Claudi, Du hast in Deinem Kommentar geschrieben, dass Du Dich freuen würdest, mich mal wiederzusehen. Und ich schäme mich in Grund und Boden, aber welche Claudi bist Du denn??? Meine alte Arbeitskollegin??? Das wäre ja n Knaller! Aber egal wer Du bist, Du hast GEWONNEN! Und just in dem Moment, in dem ich das tippe, fällt Emma Plemmplemma vonne Heizung. Ich hoffe, das war ein gutes Omen!

So. Und jetzt ist Herzblatt-Time! 

Merke: Ein Herz für Affen, Zebras und Wale!
Und für Illhill…zum Beispiel auf Facebook: KLICK!

Merke II: Ihr sucht eine entspannte, nette und kompetente Adresse,
um etwas nach Euren eigenen Vorstellungen drucken zu lassen?!
Dann seid Ihr bei Shirtfab richtig!
Dahinter stecken nämlich auch Holger und Marco.
Toller Kontakt und super Ware. Ehrenwort!

19. Februar 2015

Wenn der Kopp nicht durch die Wand geht

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, ich ärgere mich. Und ich bin beleidigt. Also über mich und mit mir selbst. Weil ich gerne middm Kopp durch die Wand will, aber weil das nicht geht und weil ich das weiß und trooootzdem mit dem Kopp da durch will. Muaaaah. Kennt Ihr sowas?! Ach, was red ich?! Ich fang lieber von vorne an.

Zu meinem Geburtstag hatte ich mir einen Tag am Meer gewünscht. Hat auch geklappt. 


Alles schöner als schön und so und den - recht gefühlsduseligen - Post darüber horte ich auch schon seit 2 Wochen in meiner kleinen Online-Abstellkammer. Wo das Problem liegt?! Ich muss kurz ausholen: Ich Birni hatte in Holland vergessen, meinen Kamera-Akku zu laden und als nur mittelprächtig organisierter Mensch besitze ich NATÜRLICH keinen Ersatzakku für solche Fälle. Nix Akku, nix Kamera. Einfache Rechnung. Also habe ich relativ schmollig zum ipad gegriffen, das ich eigentlich nur noch für Spotify benutze, obwohl ich eigentlich vor mehr als einem Jahr den totalen "Boah, ich drehe jetzt VIDEOS!" (haha, ja, Plural!) Jeeper hatte. Im Endeffekt habe ich ganz viele Schnipselclips gedreht, um sie dann inmitten der Schnitt- und Bearbeitungsprozedur armselig auf meiner Festplatte verenden zu lassen. Irgendwann hatte ich den imovie-Dreh sogar richtig gut raus, aber etwa zeitgleich ist mir dann wohl blöderweise der Jeeper abhanden gekommen. Und so pflege ich schon lange eine nicht gerade kleine Videoleichenhalle. 

So. Und dann stehe ich da schmollig in Egmond aan Zee am Strand, greife zum ipad, um damit das eine oder andere Foto zu machen und plötzlich fällt mir ein "Och, damit kannste ja auch Videos drehen!". Kein Witz, hatte ich irgendwie komplett verdrängt. Und dann habe ich gefilmt. So richtig mit Jeeper. Und mit Meer. Und Sonne. Und überhaupt.


Und abends auf dem Heimweg lief ein mir bis dato unbekanntes Lied im holländischen Radio, das in meinem Schädelchen direkt eine maximal symbiotische Symbiose mit den Filmaufnahmen einging. Keine 24 Stunden später hockte ich zu Hause aufm Sofa und tackerte völlig selig die vielen kleinen Schnipsel zu einem eeecht schönen Strandvideo zusammen. Und dann habe ich einen Fehler gemacht. Das fertige Video habe ich nämlich mit dem schönen Radio-Heimweg-Song unterlegt. Passte perfekt. Perfekter als perfekt. Ich habe sogar die einzelnen Bewegungen auf die Musiktakte abgestimmt und war echt ganz schön stolz auf das Ergebnis. Und weil ich mich so gefreut habe, habe ich es mir natürlich mindestens 1000x angeguckt. Ich habe es sogar laufen lassen während ich unter der Dusche stand, auch wenn ich es von dort aus gar nicht sehen konnte. Soooo toll fand ich es.


So. Nun habe ich aber keine verdammten Rechte an diesem perfekt passenden Song. Soll heißen: Ich darf das Video in der Form nirgends zeigen. PHÖ! Ja, kann ich verstehen, Recht ist recht, aber TROTZDEM: PHÖ! In meinem Kopf funktioniert das Video nämlich mit keinem anderen Lied auf der ganzen weiten Welt. Das ist so, als ob man Madonna plötzlich Herberts "Bochum" singen lassen würde. Oder als ob die Tagesthemen auf einmal mit der Fraggles-Melodie eingeläutet werden würden. DAS GEHT DOCH NICHT!

Und so sitze ich nun Tag für Tag am Rechner und wühle mich durch lizensfreie Musik. 90% sind - mit Verlaub - Schrott. 7% sind okay und 3% sind sogar schön. Aber diese 3% sind eben trotzdem nicht das Radio-Heimweg-Lied und es fühlt sich einfach sehr, sehr falsch an, wenn ich sie mit dem Video verknüpfe. 


Natürlich habe ich unlängst der betreffenden Plattenfirma und dem Management geschrieben und mein Anliegen auf äußerst herzzerreißende Weise vorgetragen. Interessiert aber niemanden. Noch mal: PHÖ! Außerdem wette ich, dass Ihr den Song, den ich aus beleidigten Gründen hier jetzt extra nicht verlinke, auch alle voll toll finden würdet. Das ist nämlich ein wiiirklich toller Song! Den Interpreten kennt hier in Deutschland eher keine Sau und ich würde voll für ihn werben und schwärmen und sein anstehendes Konzert in Köln empfehlen. Theoretisch. 

Joa. Und jetzt will ich mit dem Kopf durch die Wand und bin wütend auf mich selbst, weil ich nicht einfach die Finger von dem perfekten Song gelassen habe, da ich ja eigentlich ziemlich sehr genau gewusst habe, dass ich ihn eh nicht verwenden darf. Hrmpf.

So. Das wollte ich nur mal gesagt haben. Wenn ich Euch das Video schon nicht zeigen kann, dann muss ich wenigstens davon erzählen. Ich bin nämlich SO beleidigt ob dieser ganzen Kiste, dass ich aktuell noch nicht mal irgendetwas anderes posten möchte. Das ist albern, aber wahr. Und jetzt mache ich das, was ich schon seit Wochen mache: Musik suchen, die dann eh nicht passt. In diesem Sinne: PHÖige Grüße!

(Nachtrag: Jetzt habe ich tagelang auf Audionetwork mühsamst ein paar 3%-Songs rausgesucht, bei denen ich EVENTUELL gewillt war, sie dem Video aufzudrängen. Abgespeichert per Favoritenliste auf der Website, Website aktualisiert, alle Favoriten gelöscht. Gleich heul ich.)

Merke: Nie wieder "verbotene" Musik benutzen.
Auch nicht "für zum Spaß".


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